KÜNSTLER DER GALERIE III

06. BIS 27. FEBRUAR 2010


ERÖFFNUNG
05. FEBRUAR 2010 VON 19 BIS 21 UHR




Einladungskarte



„Künstler der Galerie III“ ist eine Gruppenausstellung mit John von Bergen, Lucile Desamory, Philipp Fürhofer, Sebastian Gräfe, John Hodany, Pola Sieverding, Asli Sungu, Bernd Trasberger, Miriam Wania und Johannes Weiß. „Künstler der Galerie“ ist eine Ausstellungsserie, die zu Beginn eines jeden Jahres einen Überblick über das Galerieprogramm gibt. Diese Ausstellung informiert über die Weiterentwicklung des Programms und bietet sowohl die Möglichkeit, besondere Highlights, neue Arbeiten der Künstler der Galerie, als auch Arbeiten, die in Berlin noch nicht gezeigt wurden, zu sehen.

John von Bergen arbeitet mit dem Raum. Seine Installationen greifen in die Architektur ein und verändern sie auf beunruhigende Weise. In seinen Objekten hinterfragt er die Grenzen zwischen Kulisse, „special effect“ und Skulptur. Seine Bleistiftzeichnungen zeigen unbekannte Objekte und Strukturen, die zwischen Gegenstand und Abstraktion changieren. John von Bergens Einzelausstellung „Whip Lash“ im Smack Mellon in Brooklyn ist noch bis zum 21. Februar zu sehen. Eine weitere Einzelausstellung, „Burn Out“, folgt im Frühjahr 2010 im „kjubh kunstverein“ in Köln.

Lucile Desamory arbeitet zur Zeit an einem neuen Film „Le Coin Du Diable“. Ihre Collagen, Stoffarbeiten und Papiermodelle, entstehen in engem Zusammenhang mit den Filmen und nehmen gelichzeitig in ihrem Werk als eigenständige Objekte einen wichtigen Platz ein. Zur Zeit werden ihre Filme in der Temporären Kunsthalle in Berlin im Rahmen der Ausstellung „Auto-Kino! Präsentiert von Phil Collins“ gezeigt. Im Mai wird sie ihre zweite Einzelausstellung in der Galerie Lena Brüning zeigen

Philipp Fürhofers Leuchtkästen und Objekte bewegen sich an der Grenze von Malerei und Installation. 2011 wird er das Bühnenbild für Tschaikowskys Oper Eugen Onegin für die De Nederlandse Opera Amsterdam unter der Regie von Stefan Herheim entwerfen. Für die Vorbereitungen wird er 2010 den einmonatigen Aufenthalt in der Stiftung sylt:quelle, der mit dem Erwine-Steinblum-Stipendium einhergeht nutzen. Im Mai stellt er im Rahmen der Aktion „Festival de Beaux Arts“, kuratiert von Michael Neff in München aus. Im Juli 2010 wird Fürhofer im Schaufenster der Galerie grantpirrie in Sydney, Australien, eine große Installation zeigen.

Sebastian Gräfe hinterfragt mit poetischen Aktionen, Objekten und Fotos die Grenzen zwischen Wissenschaft und Kunst. Dabei sucht er auf poetische Weise immer neue Wege, die bestehenden Verhältnisse zu verbessern. Im März wird er an einer Ausstellung der Stipendiaten des Künstlerhauses Edenkoben 2008/2009 in Landau teilnehmen.

John Hodany´s Papierarbeiten und Bilder zeigen apokalyptische, menschenleere Landschaften, die nur von Nagetieren und anderen kleinen Lebewesen bevölkert werden. Wiederholungen der Motive und repetitive Strukturen verleihen seinen Arbeiten eine abstrakte, ornamentale Anmutung. Er verbringt zur Zeit ein halbes Jahr in New York, wo er im März eine Einzelausstellung in der Galerie Zurcher zeigen wird.

Pola Sieverding setzt sich in ihren Fotos und Videoinstallationen mit der Verbindung von Modell und Fotograf auseinander, mit dem besonderen Moment ihrer Verbindung, in dem die Parameter zwischen Illusion und harter Realität sich auflösen. Pola Sieverding wird im Frühjahr und im Herbst weitere Aufenthalte mit Lehrauftrag an der Kunstakademie in Ramallah wahrnehmen.

Asli Sungu beschäftigt sich mit den Menschen als Akteuren auf der Bühne des Lebens, mit ihren Interaktionen, Emotionen und deren oftmals unterbewussten Ausdruck in Gesten oder Formen. Die Hauptrolle in ihrem Werk spielt der Mensch. Gleichzeitig hinterfragt sie in ihren Arbeiten die klassischen künstlerischen Medien wie Malerei, Skulptur, Foto und versucht neue Formen des Ausdrucks zu finden. Sungu nimmt zur Zeit einen mehrmonatigen Aufenthalt in London im Rahmen der Delfina Art Foundation wahr.

Bernd Trasberger befasst sich in dokumentarischer Weise mit der Veränderung der städtischen Umgebung und unserer Wahrnehmung hiervon. Die Spuren der Zeit auf Oberflächen im öffentlichen Raum werden aufgegriffen und in einen neuen Kontext transferiert. Die Utopie zur Verbesserung der menschlichen Lebensqualität, wie sie sich etwa in der Nachkriegsarchitektur zeigt, wird in Trasbergers Skulpturen in Frage gestellt. Seine Collagen aus Architekturbüchern und Original-Blaupausen liefern einen erzählerischen Kommentar zur Stilentwicklung der Moderne. Trasberger wird im Rahmen des Neue Börse Residency Programs des Frankfurter Kunstvereins im Frühjahr 3 Monate in Frankfurt / Main verbringen. Im Mai wird er ein Projekt im Außenbereich am Rosa-Luxemburg-Platz realisieren.

Miriam Wania ist Malerin und Zeichnerin. Sie übersetzt ihre persönlichsten Vorstellungswelten in eine gleichsam expressive wie konkrete Bilderwelt. Sie erforscht Gefühlswelten von Sehnsucht und Abenteuerlust, aber auch von Kampf und harten Prüfungen. Dabei entfaltet sie eine spielerische, humorvolle Leichtigkeit und erzeugt zugleich geheimnisvolle Szenarios, die an das Unterbewusstsein des Betrachters appellieren. Bei der jetzigen Bilderserie dominieren erdige Farbtöne. Dies ist eine Veränderung, die durch den Afrikaaufenthalt der Malerin inspiriert sein dürfte. Insgesamt wirken Ihre Arbeiten nun gegenständlicher und direkter. Wania nimmt zur Zeit an der Ausstellung „Werkschau I“ der Stipendiaten der Stitung sylt:quelle teil.

Johannes Weiß´ Vokabular speist sich aus dem Mobiliar des Stadtraums, das er für seine Skulpturen nachformt und durch einfache, aber wirkungsvolle künstlerische Eingriffe in die Abstraktion überführt. Im April wird er mit seinem Projekt „Infernoesque“ bei den Gebrüdern Lehmann in Dresden und im Juni in Berlin eine Gruppenausstellung zeigen. Seine erste Einzelausstellung in der Galerie Lena Brüning findet im März statt. weitere Ausstellungen 2010: JOHANNES WEISS 05. März bis 24. April LUCILE DESAMORY 30. April bis 29. Mai KEVIN COSGROVE 04. Juni bis Ende Juli