„Künstler der Galerie III“ ist eine Gruppenausstellung mit
John von Bergen, Lucile Desamory, Philipp Fürhofer,
Sebastian Gräfe, John Hodany, Pola Sieverding, Asli Sungu,
Bernd Trasberger, Miriam Wania und Johannes Weiß. „Künstler
der Galerie“ ist eine Ausstellungsserie, die zu Beginn
eines jeden Jahres einen Überblick über das Galerieprogramm
gibt. Diese Ausstellung informiert über die
Weiterentwicklung des Programms und bietet sowohl die
Möglichkeit, besondere Highlights, neue
Arbeiten der Künstler der Galerie, als auch Arbeiten, die
in Berlin noch nicht gezeigt wurden, zu sehen.
John von Bergen arbeitet mit dem Raum. Seine Installationen
greifen in die Architektur ein und verändern sie auf
beunruhigende Weise. In seinen Objekten hinterfragt er die
Grenzen zwischen Kulisse, „special effect“ und Skulptur.
Seine Bleistiftzeichnungen zeigen unbekannte Objekte und
Strukturen, die zwischen Gegenstand und Abstraktion
changieren. John von Bergens Einzelausstellung „Whip Lash“
im Smack Mellon in Brooklyn ist noch bis zum 21. Februar zu
sehen. Eine weitere Einzelausstellung, „Burn Out“, folgt im
Frühjahr 2010 im „kjubh kunstverein“ in Köln.
Lucile Desamory arbeitet zur Zeit an einem neuen Film „Le
Coin Du Diable“. Ihre Collagen, Stoffarbeiten und
Papiermodelle, entstehen in engem Zusammenhang mit den
Filmen und nehmen gelichzeitig in ihrem Werk als
eigenständige Objekte einen wichtigen Platz ein. Zur Zeit
werden ihre Filme in der Temporären Kunsthalle in Berlin im
Rahmen der Ausstellung „Auto-Kino! Präsentiert von Phil
Collins“ gezeigt. Im Mai wird sie ihre zweite
Einzelausstellung in der Galerie Lena Brüning zeigen
Philipp Fürhofers Leuchtkästen und Objekte bewegen sich an
der Grenze von Malerei und Installation. 2011 wird er das
Bühnenbild für Tschaikowskys Oper Eugen Onegin für die De
Nederlandse Opera Amsterdam unter der Regie von Stefan
Herheim entwerfen. Für die Vorbereitungen wird er 2010 den
einmonatigen Aufenthalt in der Stiftung sylt:quelle, der
mit dem Erwine-Steinblum-Stipendium einhergeht nutzen. Im
Mai stellt er im Rahmen der Aktion „Festival de Beaux
Arts“, kuratiert von Michael Neff in München aus. Im Juli
2010 wird Fürhofer im Schaufenster der Galerie grantpirrie
in Sydney, Australien, eine große Installation zeigen.
Sebastian Gräfe hinterfragt mit poetischen Aktionen,
Objekten und Fotos die Grenzen zwischen Wissenschaft und
Kunst. Dabei sucht er auf poetische Weise immer neue Wege,
die bestehenden Verhältnisse zu verbessern. Im März wird er
an einer Ausstellung der Stipendiaten des Künstlerhauses
Edenkoben 2008/2009 in Landau teilnehmen.
John Hodany´s Papierarbeiten und Bilder zeigen
apokalyptische, menschenleere Landschaften, die nur von
Nagetieren und anderen kleinen Lebewesen bevölkert werden.
Wiederholungen der Motive und repetitive Strukturen
verleihen seinen Arbeiten eine abstrakte, ornamentale
Anmutung. Er verbringt zur Zeit ein halbes Jahr in New
York, wo er im März eine Einzelausstellung in der Galerie
Zurcher zeigen wird.
Pola Sieverding setzt sich in ihren Fotos und
Videoinstallationen mit der Verbindung von Modell und
Fotograf auseinander, mit dem besonderen Moment ihrer
Verbindung, in dem die Parameter zwischen Illusion und
harter Realität sich auflösen. Pola Sieverding wird im
Frühjahr und im Herbst weitere Aufenthalte mit Lehrauftrag
an der Kunstakademie in Ramallah wahrnehmen.
Asli Sungu beschäftigt sich mit den Menschen als Akteuren
auf der Bühne des Lebens, mit ihren Interaktionen,
Emotionen und deren oftmals unterbewussten Ausdruck in
Gesten oder Formen. Die Hauptrolle in ihrem Werk spielt der
Mensch. Gleichzeitig hinterfragt sie in ihren Arbeiten die
klassischen künstlerischen Medien wie Malerei, Skulptur,
Foto und versucht neue Formen des Ausdrucks zu finden.
Sungu nimmt zur Zeit einen mehrmonatigen Aufenthalt in
London im Rahmen der Delfina Art Foundation wahr.
Bernd Trasberger befasst sich in dokumentarischer Weise mit
der Veränderung der städtischen Umgebung und unserer
Wahrnehmung hiervon. Die Spuren der Zeit auf Oberflächen im
öffentlichen Raum werden aufgegriffen und in einen neuen
Kontext transferiert. Die Utopie zur Verbesserung der
menschlichen Lebensqualität, wie sie sich etwa in der
Nachkriegsarchitektur zeigt, wird in Trasbergers Skulpturen
in Frage gestellt. Seine Collagen aus Architekturbüchern
und Original-Blaupausen liefern einen erzählerischen
Kommentar zur Stilentwicklung der Moderne. Trasberger wird
im Rahmen des Neue Börse Residency Programs des Frankfurter
Kunstvereins im Frühjahr 3 Monate in Frankfurt / Main
verbringen. Im Mai wird er ein Projekt im Außenbereich am
Rosa-Luxemburg-Platz realisieren.
Miriam Wania ist Malerin und Zeichnerin. Sie übersetzt ihre
persönlichsten Vorstellungswelten in eine gleichsam
expressive wie konkrete Bilderwelt. Sie erforscht
Gefühlswelten von Sehnsucht und Abenteuerlust, aber auch
von Kampf und harten Prüfungen. Dabei entfaltet sie eine
spielerische, humorvolle Leichtigkeit und erzeugt zugleich
geheimnisvolle Szenarios, die an das Unterbewusstsein des
Betrachters appellieren. Bei der jetzigen Bilderserie
dominieren erdige Farbtöne. Dies ist eine Veränderung, die
durch den Afrikaaufenthalt der Malerin inspiriert sein
dürfte. Insgesamt wirken Ihre Arbeiten nun gegenständlicher
und direkter. Wania nimmt zur Zeit an der Ausstellung
„Werkschau I“ der Stipendiaten der Stitung sylt:quelle teil.
Johannes Weiß´ Vokabular speist sich aus dem Mobiliar des
Stadtraums, das er für seine Skulpturen nachformt und durch
einfache, aber wirkungsvolle künstlerische Eingriffe in die
Abstraktion überführt. Im April wird er mit seinem Projekt
„Infernoesque“ bei den Gebrüdern Lehmann in Dresden und im
Juni in Berlin eine Gruppenausstellung zeigen. Seine erste
Einzelausstellung in der Galerie Lena Brüning findet im
März statt.
weitere Ausstellungen 2010:
JOHANNES WEISS
05. März bis 24. April
LUCILE DESAMORY
30. April bis 29. Mai
KEVIN COSGROVE
04. Juni bis Ende Juli |