JOHANNES WEISS





Johannes Weiß, Ohne Titel, 2011, Keramik, Lack, 73 x 35 x 35 cm





Johannes Weiß, Ohne Titel, 2011, Keramik, Lack, 29 x 95 x 61 cm





Johannes Weiß, o.T., 2011,
Keramik, 29 x 95 x 61 cm





Johannes Weiß, Ohne Titel, Keramik, Lack, 54 x 54 x 30 cm





Johannes Weiß, Organisierte Bindung, 2012
Keramik, ca. 95 x 50 x 65 cm





Johannes Weiß, Ohne Titel, Keramik, Lack, 59 x 34 x 34 cm





Johannes Weiß, Ausstellungsansicht
Gruppenausstellung, Dresden 2012





Johannes Weiß, Beyond The Casual, 2009
Epoxidharz, Polyester, Holz
95 x 95 x 65 cm





Johannes Weiß, Beyond The Casual, 2009
Epoxidharz, Polyester, Holz
95 x 95 x 65 cm





Johannes Weiß, Wenn wir hierbleiben könnten, alle diese Wege würden zu uns hinführen, 2008,
Epoxydharz, Polyester, 200 x 65 x 65 cm





Johannes Weiß
Wenn wir hierbleiben würden, alle Wege würden zu uns hinführen, 2008
200 x 65 x 65 cm





Johannes Weiß, Vereinheitlichende Themen, 2008
Holz, Klebeband
123 x 147 x 15 cm





Johannes Weiß, The Relationship of Action, 2007
Holz, Lack, ca. 90 x 50 x 60 cm





Johannes Weiß, The Relationship of Action, 2007,
Holz, Polyester, 160 x 80 x 120 cm





Johannes Weiß, There is no good reason why, 2007,
Holz, Polyester, 173 x 110 x 140 cm





Johannes Weiß, The Casual, 2008





Johannes Weiß, Aquarell auf Papier, 2009, 103 x 92 cm





Johannes Weiß, o.T., 2009, Aquarell auf Papier, 40 x 30 cm





Johannes Weiß, o.T., 2009, Aquarell auf Papier, 40 x 30 cm




TEXT

Die Skulpturen von Johannes Weiß haben ihren Ursprung in den Gegenständen des urbanen Alltags. Mobiliar des Stadtraums wie Bänke, Straßenlaternen, Mülleimer, Regenrinnen, Tische und Stühle bieten die Grundlage für Abstraktion. Durch einen meist monochromen Anstrich in schwarz, grau, silber oder dunkelblau werden die Objekte auf ihre bloße Form reduziert, und der Fokus wird von der Funktionalität auf die ästhetische Qualität der Dinge verlagert. Die Objekte sind keine Ready-Mades, sondern die ursprünglichen Gegenstände werden abgeformt oder nachgebildet. Es findet ein langwieriger bildhauerischer Prozess des Nachbildens statt und die Objekte werden zum bloßen Träger eines formalen Gedankens. Dann wird eine einzige, im Grunde einfache bildhauerische Handlung wie einen Schnitt, eine Dekonstruktion oder eine Kombination mehrerer Elemente durchgeführt und schafft eine völlig neue Situation.

Die nachgebauten Gegenstände dienen also der Überlegung für eine methodische Analyse, als Mittel für Überlegungen über Symmetrie, Musterbildung oder Instabilität. Es geht um einen formalen Modellcharakter innerhalb der Skulptur. Das Gegenständliche ist als Grundlage wichtig, da es immer um eine reale, soziale Welt geht. Ausgangspunkt ist eine realistische Bildhauerei in einem spezifisch gesellschaftlichen bzw. soziostrukturellen Kontext. Das wirft viele Bedeutungsebenen auf.

Die Aquarelle zeigen Strukturen, die keine Referenzen an gegenständliche Ausgangspunkte zulassen. Hier werden schwarze flächige Raster auf eine farbige Schicht gelegt, die vereinzelt noch durchscheint. Räumlichkeit entsteht eher zufällig durch die Verschiebung von Flächen gegeneinander oder eröffnet sich durch die Anordnung der Facetten. Es entsteht ein selbstbezogenes System, denn es geht nur um die Methode und den Prozess an sich.




BIOGRAPHIE

geboren 1979 in Neunkirchen/Saar lebt und arbeitet in Berlin www.johannesweiss.com 2001 - 2006 Kunststudium an der Udk Berlin bei Prof. Tony Cragg EINZELAUSSTELLUNGEN 2012 _Eine unsichtbare Hand und unendlich viele Möglichkeiten, Galerie Next, Dresden 2011 _Verhalten, Galerie Lena Brüning, Berlin 2010 _Oszillationen, Galerie Lena Brüning, Berlin 2009 _Taken for Stranger, Berlin GRUPPENAUSSTELLUNGEN (AUSWAHL) 2012 _Neo R.Brand, Appartment, Berlin _Autumn Place, Nanzuka Underground, Tokyo _Le Trac, Frontviews, Berlin 2011 _Index Hamburg, Kunsthaus Hamburg _Tyche und Automaton, Infernoesque, Berlin _Form und Fassung, Galerie Zanderkasten, Dresden _Informellnatur, Galerie Sabine Knust, München _Phantome, Uferhallen, Berlin _Nachtauslage, kuratiert von Susanne Prinz, Galerie Lena Brüning, Berlin _Sample, Galerienhaus Lindenstrasse, Berlin 2010 _The Indistinct Seeing, Infernoesque, Berlin _Luna Proxy Fire Snow # 2, mit Infernoesque, Galerie Gebrüder Lehmann, Berlin _Luna Proxy Fire Snow # 1, mit Infernoesque, Galerie Gebrüder Lehmann, Dresden _The Eternal Reoccurrence of Everything, Workspace, Los Angeles, USA _Künstler der Galerie III, Galerie Lena Brüning, Berlin _West-Germany, Berlin _Das Gerücht, Galerie Conradi, Hamburg 2009 _Auktion, Neuer Aachener Kunstverein, Aachen _Appartment, Berlin _The Wedding of the King, Karokönig, Berlin _Tape Modern No 10, Tape Modern, Berlin _Tanzschuleprojects, München _Black, Tape Modern, Berlin 2008 _LADA project, Berlin _RAM Gallery, Rotterdam, Niederlande 2007 _Räume, Kraftfelder, Galerie Seitz und Partner, Berlin _Infernoesque Royal, Infernoesque, Berlin _Infernoesque Grande, Infernoesque, Berlin _I like to move it, Berlin _Clou, Berlin 2006 _Haus am Lützowplatz, Berlin 2005 _Kunsthalle Rostock, Rostock _Galerie Seitz und Partner, Berlin PREISE UND STIPENDIEN _2011 Sommer.Frische.Kunst. Residency für einen Monat in Bad Gastein, Österreich. _2010 Stiftung Syltquelle und Jozi: Art Lab Residency für einen Monat in Johannesburg, Südafrika